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Stückgutverkehr durch ganz Europa

 

Was ist eigentlich Stückgut? Dabei handelt es sich um ein einzelnes Frachtstück, eine Kiste, ein Kolli oder auch eine Palette. Das Gewicht des Frachtstückes kann 50 kg, aber auch 2500 kg betragen. Der Absender beauftragt die Spedition oder das Frachtunternehmen, dieses einzelne Frachtstück an eine bestimmte Adresse zu befördern. Der Unterschied zwischen Stückgutverkehr und dem KEP-Dienst (Kurier-Express-Paket) liegt darin, das die KEP-Dienste oder Paketdienste bei der Paketannahme eine Gewichtsobergrenze festlegen, die aktuell zwischen 31,5 und 50 kg schwankt. Nach oben hin grenzt sich der Stückgutverkehr wiederum vom Ladungsverkehr ab, bei dem es um den Transport von ganzen Ladungseinheiten geht, etwa die Verfrachtung von Überseecontainern mit Massengütern. Es besteht im Weiteren die Abgrenzung zum Sondertransport oder dem Schwertransport, wenn die Ausmaße und das Gewicht über dem liegen, was sich Verkehrstechnisch in der Norm bewegt.   

Der Stückgutverkehr kann auch von einem Kurierdienst abgewickelt werden, etwa eine Maschine, die dringend am Entladeort erwartet wird. Dann jedoch ist es ein Expressauftrag, da die Sendung einzeln und direkt vom Versender zum Empfänger gebracht wird. Im Stückgutverkehr werden in der Regel mehrere Stückgüter verschiedener Versender und Empfänger einer Region von der beauftragten Spedition konsolidiert, mittels Lkw in eine andere Region befördert und dort wiederum auf die einzelnen Empfänger gesplittet und einzeln zugestellt. Nicht selten werden dabei die Stückgüter von mehr als einem Frachtunternehmen befördert.   

Stückgüter – die etwas größeren Pakete   

Der Stückgutverkehr funktioniert wie der Paketdienst in ganz Europa. So lässt sich beispielsweise ein großer Ballen mit einem hochwertigen Stoff, der in einer italienischen Weberei hergestellt wurde und etwa 250 kg wiegt, problemlos nach Holland verfrachten, wo eine Schneiderei bereits darauf wartet, um einen Auftrag abzuarbeiten. Die mit dem Transport beauftragte Spedition beauftragt Frachtunternehmen oder nutzt ihren eigenen Fuhrpark und sorgt auf der administrativen Seite für die notwendigen Frachtpapiere.   

In einer Sammelsendung geht es dann per Lkw über Transitländer wie die Schweiz und Deutschland in die Niederlande, wo der Stoffballen wie auch andere für Holland bestimmte Stückgüter zugestellt werden.